A most wanted man

Philip S. Hoffman und Nina Hoss in A most wanted man (Senator Filmverleih)

Nach dem Roman „Marionetten“ von John le Carre

Dieser Film ist ein Muss für jeden Philip S. Hoffman-Fan. Er spielt die Hauptrolle. Er spielt einen Deutschen. In Hamburg. Er spielt einen Guten. Einen traurigen Helden.

Die deutsche Stimme ist gewöhnungsbedürftig

Doch zunächst einmal ist meine Enttäuschung groß, als ich die deutsche Stimme vernehme. Nicht dass sie schlecht wäre, nein, sie passt nur leider nicht, ist ungewohnt. Jedenfalls für mein Gefühl. Aber ich gewöhne mich dran, die Handlung nimmt mich mit, schlägt mich in ihren Bann.

Der Film spielt am Anfang des letzten Jahrzehnts, noch vor dem 11.September 2001. In Hamburg streiten sich Geheimdienste verschiedener Ministerien und auch verschiedener Länder eitel um die Meinungshohheit. Es geht im gewissen Sinne nur darum, wer Recht hat. Mitten in dieser lautlosen Schlacht begleiten wir Bachmann und sein Team, wie er am unteren Ende der Leiter die harte Arbeit macht, mit abhören und so. Und wir begegnen dem rätselhaften Flüchtling aus Tschetschenien sowie der äußerst attraktiven linken wohlhabenden Anwältin Annabel.

Rachel McAdams und Grigori Eduardowitsch Dobrygin in A most wanted man, Foto: Senator Filmverleih

Rachel McAdams und Grigori Eduardowitsch Dobrygin in A most wanted man, Foto: Senator Filmverleih

Es wird eine wirklich spannende Geschichte erzählt, die ich euch, wie gewohnt, nicht erzählen werde. Ihr sollt ja ins Kino gehen. Nur soviel, Hoffman ist grandios, er ist der Bruch im Reigen der fast ausnahmslos attraktiv aussehenden Kollegen von Rachel McAdams über Robin Wright, Grigori Dobrygin, Nina Hoss, Daniel Brühl bis hin zu Willem Dafoe. Fette Wampe, Kettenraucher, unrasiert und doch so präsent und melancholisch, wie nur er das kann. Schon deshalb hat es sich gelohnt.

Der gute Spion

Und wie ich dann auf dem Nachhauseweg vom Liebsten erfahren durfte und euch nun wissen lasse: John le Carre erzählt in allen seinen Büchern vom guten Spion, der die Welt mit seiner Arbeit verbessern wollte. Er war sein Ideal. Und so erklärt sich auch die Antwort Bachmanns in der Elefantenrunde im Berliner Ministerium zum Ende des Films auf die Frage, was er mit seinem Vorgehen eigentlich erreichen will: Die Welt ein bißchen sicherer machen.

Schöne Fiktion! Muß es auch mal geben.

 

Die Fotos wurden mir freundlicherweise vom Senator-Filmverleih zur Verfügung gestellt.

 

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