Uta Zaumseil im KUNSTKONTOR Potsdam

Uta Zaumseil

NEUE BILDER im Forum für zeitlose Kunst

Schon wieder möchte ich zur Begegnung mit Kunst verführen. Auch hier gibt es eine kleine Geschichte zu erzählen. Denn ich bin nicht nur Fan von Uta Zaumseil, sondern auch stolze Besitzerin zweier ihrer Werke. Und das kam so.

Das erste Mal

Es könnte im Jahr 2008 gewesen sein. Im Umspannwerk Kopenhagener Str. in Berlin lief eine Kunstmesse, es war düster, wuselig und groß. Mittendrin der Stand bzw. die Ausstellungsfläche vom Kunstkontor. Ich betrachtete die Bilder und kam mit der Künstlerin ins Gespräch. Sie erzählte mir etwas über die uralte Technik des Holzschnitt’s, nicht im Detail aber doch so, dass ich es verstand. Und dann zeigte sie mir das Bild, das später zu meinem wurde. Es zeigte den Blick aus einem Café in Leipzig auf die winterliche Strassenlandschaft, die gelben Lampen spiegelten sich in der großen Fensterscheibe. Ich konnte die Geräusche im Restaurant genauso hören wie den Verkehr draußen auf der Straße. Es war für mich faszinierend, wie es ihr gelungen war, so überhaupt garnicht holzschnittartig eine Atmosphäre einzufangen und wiederzugeben. Das hat mich wirklich umgehauen.

Bis heute staune ich, wie sie es geschafft hat, die große Fensterscheibe zu zeigen, die ja eigentlich unsichtbar ist. Und bin immer wieder froh und glücklich, wenn mein Blick das Bild an der Wand streift oder sogar stehen bleibt. Rästelhaft und mystisch, realistisch und dokumentarisch zugleich ist dieses Bild für mich.

Uta Zaumseil

Uta Zaumseil bei mir zu Hause

Uta Zaumseil

Ich kann nicht viel von ihr erzählen. Sie ist 1962 in Thüringen geboren, wo sie noch heute lebt und arbeitet. Neben dem Holzschnitt nützt sie auch den Linolschnitt für ihre Bilder. Sie hatte zahlreiche Arbeits- und Studienaufenthalte im In- und Ausland. Ihre Biografie zieren keine großen Namen, für mich trägt sie ihn selbst, den großen Namen. Ich liebe ihre Kunst.

Uta Zaumseil

Uta Zaumseil

KUNST KONTOR Sehmsdorf

Seit 2007 betreibt die Kunsthistorikerin und Kuratorin Friederike Sehmsdorf ihre Galerie in Potsdam, davor einige Zeit in Falkensee.  Sie konzentriere sich in ihrer Arbeit auf gegenständlich-figurative Kunst, was keine Wertung, sondern ein Bekenntnis sei. Vielleicht kommt es manchmal etwas altmodisch daher, dieses Credo. Für mich ist dieser Ort immer wieder neu, mit jeder Ausstellung und jedem neuen oder auch alten Künstler wird immer wieder eine neue Welt geschaffen, immer modern in ihren Fragen und ihren Antworten. Nein, die hier gezeigte Kunst ist zeitlos und allein dadurch immer aktuell.

Meine Empfehlung: eine kleine Reise nach Potsdam in diese wundervolle Galerie! Am Sonntag, den 15.3.2015 um 16 Uhr wird die neue Ausstellung eröffnet.

 

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